3D-Rekonstruktionen von LINK3D für Ausstellung Ulm 41 Minuten

41 Minuten – das ist mit Inbetriebnahme der ICE-Neubaustrecke künftig die Fahrtzeit im Regionalverkehr zwischen Ulm und Stuttgart. Noch vor Beginn der dafür notwendigen Baumaßnahmen untersuchten die Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege von 2010 bis 2016 die Flächen für die Neubaustrecke und parallel dazu den Ausbau der A 8 zwischen Hohenstadt und Ulm. Die Ausgrabungen erbrachten einzigartige Einblicke in die Besiedlungsgeschichte der Schwäbischen Alb über sieben Jahrtausende hinweg sowie archäologische Entdeckungen und Schätze hervor, von der Jungsteinzeit bis in das Hohe Mittelalter. Die Ergebnisse werden nun in der Ausstellung Ulm 41 Minuten präsentiert. Die Ausstellung ist ab 25. November im Museum Ulm zu sehen.

Eine imaginäre Bahnfahrt von Ulm nach Stuttgart quer über die Schwäbische Alb ist Leitmotiv der Ausstellung. Besonders spannende Fundplätze fungieren als regionale Haltepunkte, bei denen jeweils ein Thema bzw. eine Epoche der Landesgeschichte im Mittelpunkt steht.

Sechs großformatige 3D-Rekonstruktionen von LINK3D Digitale Archäologie Freiburg stellen die Fundstellen und Exponate in atmosphärischen Lebensbildern in ihrem Kontext dar und leisten so einen wesentlichen Beitrag zur anschaulichen Vermittlung der Befundsituation in der Ausstellung.

Die Ausstellung Ulm 41 Minuten – Auf archäologischem Gleis über die Schwäbische Alb“ entstand als Kooperation zwischen dem Museum und dem baden-württembergischen Landesamt für Denkmalpflege. Eine Kooperation, die unter anderem schon 2013 bei der Schau zur Rückkehr des eiszeitlichen Löwenmenschen nach Ulm erfolgreich war. Die Behörde trug die Verantwortung bei der Grabung, bei der eine Fläche von 460 Hektar untersucht wurde. „Es gab immer wieder interessante Einblicke“, sagt Jonathan Scheschkewitz vom Landesamt. Diese sind im Museum aufgereiht wie die Bahnhöfe an der Strecke, wie Kurator Kurt Wehrberger erklärt: „Wir wollen Sie auf eine imaginäre Zugfahrt mitnehmen.“ Eine Zugfahrt durch 7000 Jahre Geschichte….

Wir bedanken uns ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit beim Team um Kurt Wehrberger M.A., Museum Ulm sowie Mag. Simon Hye und Dr. Jonathan Scheschkewitz, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart

Fernsehbericht über die Ausstellung in SWR Aktuell

Die Augsburger Allgemeine berichtet

Kurzinfos zu unseren 3D-Rekonstruktionen

Link zu unserer Themenwebsite Digitale Archäologie